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Abstract - Teil 7: "Die Bedeutung der Rechtsabteilung"

Im siebten Teil der Abstract-Serie geht es um das Thema "Die Bedeutung der Rechtsabteilung"

"Recht" bestimmt die Regeln, nach denen die geschäftsorganisatorischen Prozesse ablaufen. Recht interpretiert Gesetze, Verordnungen und Anordnungen der Aufsicht. Recht ist unverzichtbar ‒ aber andererseits eben auch "nur" integraler Bestandteil der Geschäftsorganisation. Recht bestimmt die Grenzen, innerhalb derer sich ein Versicherungsvertreiber bewegen darf. Deshalb müssen alle organisatorischen Maßnahmen rechtlich richtig sein ‒ nur dann können auch die Einzelmaßnahmen rechtskonform sein.

Effizient ist das System aus fachlich abgestimmten, aus der Compliance-Perspektive für notwendig gehaltenen und rechtlich abgesicherten Prozessen nur dann, wenn es sich auf die Geschäftsorganisation bezieht und nicht auf Einzelmaßnahmen. Wichtig ist vor allem, dass vereinbart und dokumentiert wird, was wirklich gewollt ist bzw. war. All zu häufig bricht die Kommunikation zusammen, bevor diese Eindeutigkeit hergestellt ist; man nimmt an, die jeweils andere Partei habe schon verstanden, was man erreichen/vereinbaren wollte. Recht muss sicherstellen, dass es diese Interpretationsdifferenzen möglichst gar nicht gibt ‒ bzw. ihre Auswirkungen zumindest minimiert werden.

 

Rechtsnormen im Sinne bestimmter Handlungsanweisungen sind oft nicht einfach zu verstehen. Die Rechtsabteilung bzw. diejenigen Mitarbeiter, die sich um rechtliche Fragen kümmern, sollen unter anderem auch für diese Verständlichkeit sorgen. So sind in diesem Kapitel im Übrigen die Begriffe "Rechtsabteilung" bzw. "Recht" immer zu verstehen: Gemeint sind zum einen die entsprechende Abteilung und zum anderen ‒ sofern es, wie in den meisten kleineren Unternehmen, eine solche Rechtsabteilung nicht gibt ‒ diejenigen Mitarbeiter (der Inhaber!), die sich um rechtliche Belange zu kümmern haben. Sie sollten die hier aufgeführten Punkte bedenken und dann entscheiden, ob sie selbst handeln oder externen Rechtsrat einholen.

 

Nicht besonders überraschend ist das Ergebnis dieses Kapitels: Es gibt kaum einen Bereich, der nicht sinnvollerweise von der Rechtsabteilung durchleuchtet werden sollte. Man kann den Einsatz von Rechtskundigen vor allem dadurch effizient und damit ressourcenschonend gestalten, indem sich das Versicherungsvertriebsunternehmen zum einen über seinen Geschäftsprozess im Klaren ist und zum anderen die mit der Rechtsabteilung zu besprechenden Fragen vorstrukturiert. Eventuell kann ein zweigeteiltes Mandat sinnvoll sein: In einem ersten Schritt wird überlegt, was man überhaupt angehen will, und erst in einem zweiten Schritt werden dann einzelne Prozess-Schritte auf ihre Rechtmäßigkeit überprüft.

 

 

 

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