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Abstract - Teil 4: Produktfreigabeverfahren

Im vierten Teil der Abstract-Serie geht es um das Thema Produktfreigabeverfahren.

Ziel des Produktfreigabeverfahrens ist es, zu einem frühen Zeitpunkt sicherzustellen, dass das Risiko einer Unvereinbarkeit zwischen dem Versicherungsprodukt und den Interessen des Versicherungsnehmers vermindert wird oder gar nicht entsteht ‒ so sagt es fast wörtlich die Kommission in ihrem "Explanatory memorandum". Es ist ein neues Verfahren, mit dem Versicherungsprodukte, vor allem komplexe Produkte, vor ihrer Markteinführung durchdacht und getestet werden sollen. Es ist damit ein weiterer Ausdruck der Wohlverhaltensregel ‒  Versicherungsprodukte müssen im bestmöglichen Interesse des Kunden gestaltet sein.

 

Da das Produktfreigabeverfahren ein Kernstück der neuen Regulierung ist und weil die prinzipienbasierte Aufsicht besonders auf die Einhaltung von Geschäftsprozessen zu achten hat, sind aufsichtsrechtliche Sanktionen zu erwarten. Eine Missachtung der Vorschriften zum Produktfreigabeverfahren macht das Versicherungsprodukt und den Einzelvertrag zivilrechtlich angreifbar und erhöht die Chancen für Abmahnungen und Schadenersatzansprüche. Bußgelder sind nur bei fehlerhaften Informationen an den Versicherungsnehmer, Strafen sind gar nicht zu erwarten.

 

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